Das Tongariro Crossing

Über Ostern hatten wir 5 Tage frei und haben die für das berühmte Tongariro Crossing genutzt.

 

Das Crossing geht 19.4 km und verläuft am berühmten Schicksalsberg aus dem Film Herr der Ringe vorbei. Da dieser Berg mit einem anderen der einzige ist, der in der Mitte der Nordinsel steht, ist es schwierig gutes Wetter zu erwischen um das Crossing machen zu können, da die Berge alle Wolken fangen, die so über Neuseeland drüber ziehen…

Der Wetterbericht sagte Donnerstagsabends leider kein gutes Wetter voraus und so warteten wir bis Sonntagmorgen bis wir dann doch entschieden, dass wir fahren würden weil das Wetter zumindest für Dienstag ganz akzeptabel aussah.

Den Sonntag nutzten wir dann schonmal um uns ein wenig die Gegend anzuschauen. Zunächst ging es zu den Huka Falls, eine Felsspalte durch die das Wasser mit einer unglaublichen Wucht durchgeknallt ist. Sehr beeindruckend, aber schwimmen wollte ich darin nicht unbedingt…

Huka Falls

Huka Falls

Weiter ging es zu den Aratiatia Rapids. Hier wurde die Szene aus dem 2. Hobbitfilm gedreht, in der die Zwerge in den Fässern den Fluss herunterrasen…Normalerweise wird hier der Damm alle 2 Stunden am Tag geöffnet und dann schießen die Wassermassen nur so durch de Fluss, aber wir hatten an dem Tag etwas Pech, denn aus irgendeinem Grund waren die Tore des Damms dauerhaft geöffnet und der Fluß floss ganz normal.

Aratiatia Rapids

Aratiatia Rapids

Aratiatia Rapids

Weiter ging es zu den „Crater of the moon“. Ein Feld auf dem einige Krater zu sehen waren, aus denen dichter Dampf aufstieg. In manchen Kratern war auch brauner flüssiger Schmodder auf dem Boden, der geblubbert hat. Das war echt sehr beeindruckend.

Craters Of the Moon

Craters Of the Moon

Craters Of the Moon

Craters Of the Moon

Craters Of the Moon

Craters Of the Moon

Craters Of the Moon

Als nächstes stand die Okupata Cave auf der Liste. Hier war alleine der Weg zum Ziel schon mehr als aufregend. Ab der Hauptstraße führte nur noch ein Kiesweg weiter, wie sehr häufig hier in Neuseeland. Aber nach kurzer Zeit hieß es wurde der Weg immer schlechter und schlechter mit riesigen Mulden mitten im Weg und teilweise Schluchten, die sich durch das Wasser gebildet hatten, das vom Regen gesammelt runterfließt. Für 11 km haben wir eine ganze Stunde mit dem Auto gebraucht…Und dann war es schon dunkel als wir ankamen. Das war nicht so schlimm denn in den Caves ist es ja Tag wie Nacht sowieso stockdunkel. Die Höhle war zunächst ganz begehbar, aber nach den ersten paar Minuten mussten wir durch knietiefes Wasser laufen und hatten unsere Wanderschuhe klitschnass…Dann sind wir noch so lange tiefer in die Höhle rein, bis wir nicht mehr weiter kamen ohne komplett nass zu werden. An einer bestimmten Stelle hätte man sich auf dem Bauch oder Rücken durch einen schmalen Spalt, durch den das Wasser tiefer in die Höhle floss, schieben müssen. An der Stelle sind wir dann umgedreht und zurück zum Auto.

Okupata Cave

Okupata Cave

Dann haben wir uns einen Campingplatz in der Nähe gesucht. Leider konnte ich in der Nacht nicht ganz so viel schlafen, da es so doll geregnet habe, dass ich dachte es müsste sehr bald Regen durch die Plane kommen, was allerdings zum Glück nicht passiert. 😀 Am nächsten Tag ging es dann noch zu den Waikato und Taranaki Falls:

Waikato Falls

Waikato Falls

Waikato Falls

Waikato Falls

Waikato Falls

Waikato Falls

Taranaki Falls

Taranaki Falls

Taranaki Falls

Taranaki Falls

Taranaki Falls

Taranaki Falls

Taranaki Falls

Taranaki Falls

Und für Dienstag war das Wetter zumindest bis mittags um 1 unbewölkt angesagt. Also gingen wir relativ früh schlafen und stellten den Wecker auf 04:30, damit wir auch früh genug auf den Gipfel kamen für eine gute Sicht. Das hat sich sehr gelohnt, wie sich später herausstellen sollte. Wir kamen an auf dem Parkplatz und man sollte es kaum glauben, aber der war schon fast komplett voll. Wir haben noch einen der letzten Plätze bekommen und haben dann erstmal gefrühstückt. Währenddessen konnten wir noch eine wirklich verrückte Diskussion mit ansehen. Die Leute standen nämlich teilweise auf den Parkplätzen um die zu reservieren für Freunde oder so. Ein älteres australisches Päärchen war damit nicht einverstanden und dann ging es heiß her. 😀 Ich war jedenfalls froh, dass wir noch einen Parkplatz hatten ohne Stress. Dann haben wir das Crossing gestartet. Ich muss sagen das Crossing an sich war ganz nett, aber dadurch, dass alle Leute und Reisende in der Umgebung auf das gute Wetter gewartet haben, war es so unglaublich voll. Man hatte seltenst den Weg vor sich frei. Es war eine undendlich lange Schlange von Menschen, die hintereinander her trotteten. Nach den ersten 4 km kam dann der Aufstieg zum Gipfel des Schicksalsbergs. Das war nach dem ganzen Training auf der Südinsel gar nicht so schwer da hoch zu kommen. Und für die Aussicht hat es sich allemal gelohnt.

Tongariro Crossing

Tongariro Crossing Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Schneemann auf dem Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Blick auf Mt Taranaki in der Ferne

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Weg zum Gipfel Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Gipfel Mt Ngauruhoe

Der Weg nach unten war dann echt super! Nachdem ich mich auf dem Mt. Taranaki ja hingelegt hatte, rannte ich hier einfach mit Vollgas den Sand und Kies nach unten und war in 15 Minuten wieder am Startpunkt…:D das hat so viel Spaß gemacht, dass ich am liebsten nochmal wieder hoch gegangen wäre um nochmal runter zu können.

Weg nach unten Mt Ngauruhoe

Weg nach unten Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing – Mt Ruapehu

Tongariro Crossing – Mt Ngauruhoe

Tongariro Crossing

Tongariro Crossing

Tongariro Crossing

Tongariro Crossing

Tongariro Crossing

Auf dem Rückweg war es nachher sehr diesig, daher hatten wir von dem normalerweise wunderschönen Ausblick über den Lake Taupo leider nichts. Aber wir waren schon glücklich, dass wir so viel vom Gipfel sehen konnten. Dann trampten wir zurück zu unserem Parkplatz, da das Crossing natürlich nicht am selben Parkplatz endet, wo es auch startet und fuhren nach Hause. Um 11 Uhr abends fiel ich dann todmüde in mein Bett.

 

1 Kommentar

  1. Endlich mal was Neues hier Frau Dyckhoff 😉 Ich finde es echt immer wieder spannend!!😊 Und bin schon ein bisschen neidisch…😩😉

Kommentare sind geschlossen.

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